Meine Erfahrung mit dem Continental Cross King
In meinen Werkstatt-Jahren hatte ich die Gelegenheit, viele verschiedene Reifenmodelle zu fahren und zu testen. Am Ende bleibt man meistens bei einer Marke hängen – bei mir ist das ganz klar Continental. Im Alltag sieht man Continental-Reifen vergleichsweise selten.
Ein Grund dafür ist sicher die auffällige orangefarbene Beschriftung auf der Seitenwand, die nicht jedem zusagt. Andere Hersteller, etwa Schwalbe, halten das optisch deutlich neutraler. Mich persönlich hat das aber nie wirklich abgeschreckt – am Ende zählt, was der Reifen auf dem Trail leistet. Für mein eMTB SW.ONE war ich auf der Suche nach einem Reifen, der guten Grip bietet, dabei aber nicht übertrieben am Untergrund „klebt“. Gerade auf längeren Touren wollte ich einen Reifen, der kontrollierbar bleibt, sauber abrollt und nicht unnötig Energie frisst. So bin ich beim Continental Cross King ShieldWall gelandet.
Schon nach kurzer Fahrzeit zeigte sich, dass der Cross King genau in diese Richtung geht. Grip und Dynamik sind sehr ausgewogen. Der Reifen vermittelt viel Kontrolle, ohne sich träge anzufühlen, und rollt für einen MTB-Reifen angenehm leicht. Besonders auf gemischtem Untergrund spielt er seine Stärken aus – egal ob trockene Waldwege, Schotter oder leicht feuchte Passagen.
Weniger überzeugend war für mich anfangs die Pannensicherheit in Kombination mit normalen Schläuchen. In dieser Konfiguration hatte ich mehrfach Platten, was auf Dauer natürlich keinen Spaß macht – gerade am eMTB. Der Reifen selbst ist dabei nicht der alleinige Schuldige, aber in Summe war die Kombination für meinen Einsatzzweck nicht zuverlässig genug.
Die Wende kam mit dem Umstieg auf Tubeless. Seitdem ist das Thema Pannen praktisch erledigt. Keine Platten mehr, der Reifen läuft zuverlässig rund und zeigt genau das Verhalten, das ich mir von Anfang an erhofft hatte. In dieser Konfiguration funktioniert der Cross King für mich absolut überzeugend.
Mittlerweile fahren zwei weitere Bikes aus meinem Portfolio ebenfalls den Continental Cross King, dort allerdings mit Schwalbe Air Plus Schläuchen. Diese Kombination ist deutlich pannensicherer als klassische Butylschläuche und funktioniert im Alltag sehr zuverlässig. Auch hier zeigt sich, dass der Reifen selbst konstant gute Leistung bringt, solange das Setup passt.
Mein Fazit fällt daher klar aus: Der Continental Cross King ist ein ausgewogener, vielseitiger MTB-Reifen mit sehr guten Fahreigenschaften. In Sachen Pannensicherheit sollte man allerdings auf ein passendes System setzen – idealerweise Tubeless oder zumindest pannensichere Schläuche. Unter diesen Voraussetzungen ist der Reifen absolut alltagstauglich und überzeugt dauerhaft.
Ich für meinen Teil werde auch künftig auf Continental setzen. Das Programm bietet noch einige Modelle, die mich neugierig machen, und wenn sie ähnlich zuverlässig funktionieren wie der Cross King im richtigen Setup, dann wird das sicher nicht mein letzter Conti Reifen gewesen sein.
Wie immer gilt: keine Werbung, keine Theorie – sondern echte Erfahrungen aus Werkstatt und Praxis.